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Er

Angelika Gentgen - 13.08.1996

Die kleine möbelierte Wohnung war karg eingerichtet.
Sie lag auf dem Bett, genoß den Zustand der halb Schlafenden und halb Wachen. Der Deckenventilator kreiste. Die Luft war schneidend.

Sie ertastete das Kopfkissen neben sich. Noch vor wenigen Minuten hatte Paul dort gelegen. Sie zog das Kopfkissen zu sich herüber. Es verströmte noch SEINEN Duft. Es war ein angenehmer, männlicher Duft. Sie mochte diesen Geruch sehr.

Wieder einmal machte sie sich bewusst, wie sehr sie Paul liebte. Jetzt waren sie schon fünf Jahre zusammen, und es war ihr, als ob ihre Liebe zu ihm ständig wuchs.

Er war ein zärtlicher Liebhaber.
Sie dachte an die vergangenen Stunden. Sie hatte den Tisch ein wenig festlich gedeckt, Salat zubereitet, das Brot im Backofen erwärmt und den Rotwein gekauft, den er so gerne mochte.
Schon während des Essens verspürte sie wieder dieses Knistern, das in der Luft lag, wenn er bei ihr war.

Sie fühlte jetzt - auf dem Bett liegend - wieder dieses angenehme Prickeln in ihrem Schoß.
Sie war nackt, und die Nackheit stand ihr gut.
Langsam, ganz langsam strich sie sich mit den Fingerspitzen über ihren Bauch, dann glitten ihre Finger höher. Sie kreiste ihren Busen ein. Ihre Brustwarzen fühlten sich fest und spitz an. Sie dachte daran, dass Paul diese vor kurzem noch zärtlich liebkost hatte.
Ihre Erregung stieg, kleine Schweissperlen bildeten sich auf ihrem Oberlippenbärtchen. Ganz zarter, heller Flaum wuchs dort, jetzt von lauter Schweisströpfchen bedeckt.
Das Kribbeln in ihrem Schoß nahm zu. Langsam, ganz langsam wanderten ihre Hände weiter, strichen über ihre Schenkel, verweilten schließlich bei ihrer Vag..., dort, wo ER sie noch vor kurzem zärtlich und leidenschaftlich geküsst hatte.
Sie öffnete ihre Beine ein wenig, übte nur Druck aus mit ihren Händen. Die Anspannung war fast unerträglich.
Nun bewegte sie ihr Becken leicht. Die Bewegungen wurden stärker. Sie dachte daran, wie ER ihre Klit.... gestreichelt hatte, ihr endlich die Erlösung gebracht hatte.

Auch jetzt fand sie Erlösung. Sie flog, so wie sie immer flog.

Und der Deckenventilator kreiste.
Und die Luft war schneidend.
Und das Kissen roch nach IHM.





Über das Gedicht

Veröffentlicht: 05.05.2004
Kategorie: Erotik

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